Der Trabi / Trabant – ein Zweitakt-Auto aus der DDR

Der Trabant – oder Trabi – war früher im Grunde genommen das Auto der DDR. Zwar gab es auch andere Autos von Herstellern wie Volkswagen, Volvo, Skoda auf der Straße – und es gab sogar einen anderen ostdeutschen Automobilhersteller: Wartburg. Aber mit über 3 Millionen verkauften Einheiten im Laufe der Jahre war der Trabi bei weitem das beliebteste und wahrscheinlich auch das berühmteste Auto.

In den Tagen des Kalten Krieges war es nicht einfach, ein Trabant-Auto zu kaufen. Sie konnten natürlich eine bestellen, aber es gab lange Wartelisten. Und mit einem Preis von mehr als 10.000 Mark war es weit über das hinaus, was sich viele Leute leisten konnten.

Noch heute sieht man hier und da einige Trabant-Autos – meist in ostdeutschen Städten – und natürlich auch in Berlin. Dies liegt wahrscheinlich an der eher einfachen Technik und der strapazierfähigen Haut. Gerüchte besagen, dass man für die Reparatur eines Trabis nur einen Schraubenzieher und einen Hammer brauchte. Und da die äußeren Teile, Dach, Kofferraumdeckel, Motorhaube, Kotflügel und Türen aus Duroplast gefertigt waren, waren die meisten Teile nicht rostempfindlich. Tatsächlich führte der Einsatz von Duroplast zu einem anderen Spitznamen für das Auto: Zwickauer Rennpappe – was übersetzt „Zwickauer Rennpappe“ bedeutet.

Wenn Sie durch die Straßen Berlins gehen, erkennen Sie einen Trabi wahrscheinlich zuerst an seinem ikonischen Klang. Wenn ich den Klang eines Trabis beschreiben müsste, würde ich sagen, er liegt irgendwo zwischen einem sehr kleinen Flugzeug und einer Kettensäge. Andere sagen, dass es sich sehr nach einem Rasenmäher anhört, wahrscheinlich weil es einen Motor hat, der denen ähnelt, die in somw Rasenmähern verwendet werden. Nun – so oder so – der Zweitaktmotor klingt einfach ein wenig anders als die meisten der Motoren, an die wir heute gewöhnt sind.
Berlin Trabi Tours: „Darf ich in Berlin einen Trabant fahren?“

Manche Menschen bevorzugen die direkte Interaktion mit der Geschichte – und natürlich ist die beste Art, einen Trabi zu erleben, eine Fahrt mit einem Trabi. Und in Berlin ist das sehr gut möglich – und Sie können sogar aus einer Vielzahl von verschiedenen Optionen wählen.

Das wohl beliebteste Trabi-Erlebnis ist die so genannte Trabi-Safari. Sie fahren im Grunde genommen in einer Gruppe von mehreren Trabant-Autos durch Berlin und besuchen eine Reihe von Sehenswürdigkeiten wie Reichstag, Brandenburger Tor, East Side Gallery. Diese Sightseeing-Touren dauern etwa zwei Stunden und kosten etwa 40,- oder 50,- oder bis zu 100,- € pro Person – je nach Anzahl der Passagiere pro Trabi und welcher Tour und welchem Touranbieter Sie sich entscheiden. Welcher Touranbieter….? Ja – es gibt eigentlich zwei Touranbieter, die sich „Trabi Safari“ nennen. Welchen soll ich wählen? Sie werden es wahrscheinlich selbst herausfinden müssen – beide haben eine englischsprachige Website: https://www.trabisafari.de/en

Wenn Ihnen die Idee nicht gefällt, in einer großen Gruppe durch die Stadt zu fahren, gibt es auch Möglichkeiten, in nur einem Trabi zu fahren: Entweder Sie machen eine Tour mit einem Fahrer, der dann auch Ihr Reiseleiter ist – oder Sie mieten einen Trabant für ein paar Stunden oder sogar ein paar Tage und entdecken Berlin ganz alleine. Soweit ich weiß, werden beide auch von den beiden genannten Trabi-Tour-Anbietern angeboten – aber auch von einem anderen Service, der keine Gruppenreisen anbietet.

Falls Sie Berlin nicht besuchen, aber trotzdem in der Nähe eines Trabis sein wollen – natürlich können Sie auch Ihren eigenen Trabant zu Hause haben – werde ich bald einige Modellautos sowie Bücher und andere Trabi-bezogene Dinge hinzufügen, die Sie online bestellen können…..