Görlitz : Funkstreifenwagen Trabant 601 reaktiviert

Das Polizeipräsidium Görlitz hat ein einzigartiges Pilotprojekt im Freistaat Sachsen gestartet.

Ein Funkstreifenwagen vom Typ Trabant 601, der bereits vorübergehend außer Dienst gestellt wurde, wurde reaktiviert und wird neben dem zivilen Polizei-Elektrofahrzeugpark im Tagesgeschäft eingesetzt. Eine Patrouille der Polizeistation Görlitz hat das in Zwickau gebaute Fahrzeug am Donnerstag übernommen und wird es in den kommenden Wochen testen.

Mit diesem Projekt erfüllt das Görlitzer Polizeipräsidium die besonderen Anforderungen der engen Gassen der Altstadt wie Görlitz, Zittau oder Bautzen. Eine Anwendung in den ländlichen Gebieten der Landkreise Bautzen und Görlitz sollte ebenfalls getestet werden. In einem Feldversuch stellte sich heraus, dass die engen und oft nur mit leichten Fahrzeugen befahrenen Kreisstraßen in der Region nur bedingt für den Einsatz der Flotte moderner und interaktiver, aber schwerer Fahrzeuge der sächsischen Polizei geeignet sind.

Bei den Tests am Coupé wird das Fahrzeug weiter verbessert. So wird beispielsweise ein leistungsstärkerer und elektrisch unterstützter Motor installiert, der höchsten Umweltanforderungen gerecht wird.

Selbstverständlich wird auch die technische Ausstattung des Fahrzeugs den aktuellen Anforderungen angepasst. Die Umrüstung der sächsischen Streifenwagen auf moderne, interaktive Funk- und Navigationstechnik erfolgt in den kommenden Wochen. Auch die Sicherheitsausrüstung wird aktualisiert.

Die Kosten für dieses Pilotprojekt stehen noch nicht fest. Gleichzeitig wird derzeit über eine mögliche Förderungswürdigkeit der EU nachgedacht, um auch in Zukunft eine bewährte und erhaltenswerte Technologie einsetzen zu können. Wenn sich der Trabant in der mehrmonatigen Testphase bewährt, zahlt sich der große Polizeiaufwand aus. Für moderne Arbeitsbedingungen und effiziente Ressourcen sind alle Mittel gut für uns.