Los, Trabi, los! Ostdeutschlands Liebling Auto wird 50 Jahre alt

Der Trabant – ein träges Zweizylinder-Fahrzeug aus der DDR – sah aus wie eine Kreuzung zwischen einem Golfwagen und einem Stoßfängerauto im Freizeitpark und war wohl das am meisten verehrte Objekt der Begierde hinter dem Eisernen Vorhang.

Die Trabants, kurz Trabis genannt, waren mehr als drei Jahrzehnte lang in der DDR ohne wesentliche Veränderungen in Produktion. Und obwohl 1991 der letzte neue Trabi auf den Markt kam, hat das Fahrzeug – das in diesem Jahr 50 Jahre alt wird – in Deutschland Kultstatus erlangt.

„Ich liebe mein Auto, es ist wie ein Kind für mich“, sagte Christian Marotz, Vorstandsmitglied des Trabant Club Berlin, einer Gruppe, die viel Zeit und persönliche finanzielle Investitionen in alle Dinge des Trabant investiert.

„Es symbolisiert ein einfacheres Leben von früher, im Osten…. Oh, und die Versicherung ist auch billig, weil sie nicht sehr oft gestohlen wird!“
Zufälligerweise ist ein Auto

Der erste Trabi rollte 1957 vom Werksgelände. Eigentlich war es nie wirklich als Auto gedacht, sondern als dreirädriges Motorrad geplant. Und obwohl die Designer nur mit einer Produktionsdauer von etwa 10 Jahren gerechnet haben, hat sie am Ende 34 Jahre Bestand.

Der Name Trabant bedeutet „Mitreisender“ oder Satellit und wurde von dem russischen Satelliten Sputnik inspiriert, der im Laufe des Jahres in den Weltraum ging.

Fernsehspots des Trabantherstellers, der Automobilwerke Sachsenring in Ostdeutschland, lobten den Trabi dafür, dass er „viel Platz für Ihr Gepäck“ und „agil“, „schnell“, „langlebig“ und „robust“ sei, aber in Wirklichkeit ließ das Auto viel zu wünschen übrig.

Zum Zeitpunkt der Markteinführung des Trabi benutzten die westlichen Länder bereits Autos mit saubereren und effizienteren Motoren. Der eigene Motor des Trabis war eine Zweitakt-Affäre mit nur zwei Zylindern. Es lieferte alle 25 PS und dauerte ganze 21 Sekunden, um von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde zu kommen. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug 112 Stundenkilometer.